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Aller Anfang ist schwer…

Die letzten 2 Wochen waren alles andere als positiv, aber man gibt ja nicht gleich bei den ersten Schwierigkeiten wieder auf. Wenn man ein Ziel verfolgt, muss man hin und wieder Steine aus dem Weg räumen, die einem auf diesem Weg im Wege sind.

Aber fangen wir doch am Anfang an, damit Ihr genauer versteht, was ich die letzten Tage hinter mir gelassen habe.

Gossau, ein Griff ins Klo…

Ich bin also durch eine Personalagentur in einer bescheidenen Unterkunft in Gossau untergebracht wurden und sollte am Montag in St. Gallen anfangen zu arbeiten. Die Grundlagen waren also vorbereitet, und ich war bereit mich in das neue Abenteuer zu stürzen.
Aber dann kam doch alles anders als geplant. Da das benötigte Material nicht rechtzeitig zur Baustelle geliefert wurde, konnte ich dort erst am Mittwoch anfangen. Und dann kam was kommen musste. Irgendwie wurde bei der Planung vergessen, dass ich nicht höhentauglich bin, aber hier sollte ich nun in 15 – 20 m Höhe mittels Hubsteiger Leitungen verlegen. Das dies nicht funktioniert war ja klar. Somit hatte sich dies hier bereits erledigt bevor es angefangen hatte. Die Personalagentur wollte mir dann einen weiteren Einsatz in Zürich vermitteln, wieder rum in der Höhe, somit musste ich ablehnen und habe schlussendlich dort auch gekündigt. Wer meint, dass man die Höhenangst beseitigen kann, nur durch Fallsicherungen hat keine Ahnung von Arbeitssicherheit. Und meine eigene Gesundheit ist mir wichtiger als alles Geld der Welt.

Zwischenstopp Rheineck

Glücklicherweise habe ich einige wenige Menschen, die ich als wahre Freunde bezeichnen kann, welche zudem auch meine Trauzeugen sind. Diese wohnen bereits seit 2007 in der Schweiz und haben mir erst einmal kostenfreie Kost & Logie geboten, und mich auch bei der Arbeitssuche unterstützt. Grundsätzlich ist klar, wer Arbeit will findet auch etwas.

So habe ich mich dann bei einer Person gemeldet, welche ich ebenfalls bereits seit über 10 Jahren kenne, die eine eigene Personalagentur betreibt. Allerdings kam hier wieder alles anders als geplant, statt einen Arbeitsplatz in der Schweiz hat er mir einen Arbeitsplatz in Österreich vermittelt.

Dies stellt grundsätzlich kein Problem für mich dar, denn erst mal ist es wichtig wieder auf die Beine zu kommen. Und wo man arbeitet ist ohnehin egal, solange es einem gefällt. Denn trotz allem arbeitet man um zu Leben, man lebt nicht um zu arbeiten.

Neuer Start in Götzis

Nun habe ich eine neue Unterkunft in einer Wohngruppe in Götzis (AT) und arbeite bei einem städtischem Unternehmen in Feldkirch. Hier passt bisher alles recht gut, ich habe nette Kollegen, einen relativ kurzen Arbeitsweg und vor allem arbeite in dem Bereichen, wo ich gelernt habe. Ganz langsam gewöhne ich mich hier an alles, wobei dies durch die Corona-Krise etwas sehr stark eingeschränkt ist. Götzis liegt im Voralberg, welches derzeitig aus Sicht der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft wird, somit ist das Einreisen nach Deutschland stark erschwert. Also müssen erstmal alle Freunde, Bekannte und vor allem meine Familie auf mich verzichten, denn es macht keinen Sinn nach Deutschland zu fahren, wo ich erstmal in Quarantäne muss, oder mich testen lassen muss. Bis das Testergebnis da ist, ist so ein Wochenende bereits wieder um. Dann kann man es auch sein lassen.

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