Die Vorbereitungen laufen…

Nun rückt die Zeit des Abschieds immer näher und so langsam mischen sich die Gefühle von Zuversicht und Unsicherheit, Vorfreude und Traurigkeit.

90% der Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen. Der Reisekoffer ist gepackt, Fahrkarte liegt bereit. Abmeldung aus der Wohngemeinde liegt vor, Unterlagen für neues Konto, Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung sind beantragt, Abonnemonts sind gekündigt. Arbeitsvertrag liegt vor, vorläufige Unterkunft ist reserviert.

Alle wichtigen Menschen sind informiert, man hat sich von Freunden und der Familie mehr oder weniger verabschiedet. Glück- und Erfolgswünsche hat man bekommen, aber auch die Fragen ob man sich sicher ist, wurden gestellt. Die Vorfreude und Zuversicht überwiegen, auch wenn leichte Zweifel vorhanden sind.

Abschied von den Menschen, die man liebt, auch wenn man sie wiedersieht. Abschied, von der geliebten Heimatstadt, auch wenn man ja gar nicht soweit weg sein wird. Raus aus der EU, in ein Land mit einer anderen Sprache, obwohl es ja eigentlich nur ein anderer Dialekt ist. Anderes Geld, das schon irgendwie an Spielgeld erinnert. Raus aus dem Flachland in die Berge.

Es ist ja kein Abschied für immer, sondern nur ein Abschied für eine gewisse Zeit. Es sind nur ein paar hundert Kilometer, die einen trennen. Und man weiss, dass man jederzeit zurück kommen kann, wenn es nicht so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat.

Ich mag die Schweiz, auch wenn es dort doch so anders ist als hier. Der Horizont wird durch Berge abgeschnitten, während man hier einige Kilometer weit in die Ferne sehen kann. Endlich wieder richtige Winter erleben, Rösti und Käse-Fondue, Skifahren und Bergwanderungen.
Selbst beruflich ändert sich alles ein wenig, in der Schweiz erfolgt die Elektroinstallation generell in Rohr verlegt, was wir hier eher selten machen. Die Arbeitszeiten sind etwas anders und auch das Tempo ist um einiges langsamer, aber nicht schlechter effizient.

Kaum noch 48 Stunden…

In nicht einmal mehr 24 Stunden sitze ich in der Bahn zum Kanton St. Gallen, Freunde die man noch von damals kennt, erwarten mich bereits. In knapp 30 Stunden werde ich nun dort sein, wo ich meine Zukunft plane. Und wir werden sehen, wie es dort werden wird…