Und wieder in die Schweiz…

Bereits 2006 bin ich in die Schweiz gefahren, um dort zu arbeiten. 2007 entschied ich mich dann dazu dort auch dauerhaft zu leben. 2012 musste ich dieses Vorhaben aus privaten Gründen aufgeben, und nun 2020 ist es wieder soweit, dass ich zurück gehen werde.

Aller Anfang ist schwer

Nachdem ich im Mai 2020 betriebsbedingt (Corona) gekündigt wurde, entstand erstmal ein grosses Loch in der Zukunftsplanung. Corona-bedingt gab es kaum mehr Firmen, die noch einstellen wollten und wenn überhaupt, dann erst monate später.
Insgesamt 24 Vorstellungsgespräche bei diversen Firmen in und um Hamburg herum waren die Folge, 16 Firmen hatten Interesse mich nach der Krise einzustellen, 1 Firma erstellte einen Arbeitsvertrag zum 01.07.2020, welcher dann zum 01.09.2020 verschoben wurde. Bei 5 Firmen zog ich meine Bewerbung zurück, da eine Zusammenarbeit nicht möglich war, 2 meldeten sich überhaupt nicht zurück.

Als meine Frau und ich 2012 die Schweiz verlassen mussten, haben wir uns fest vorgenommen wieder zurück zu kehren, sobald die privaten Angelegenheiten behoben sind. Diesen Zeitpunkt verschoben wir immer weiter nach hinten, so dass erheblich mehr Zeit verging, als wir uns gedacht hatten.

Nun endlich, 18 weitere Bewerbungen in der Schweiz später ist das Ziel in greifbare Nähe gerückt, so dass es jetzt nur noch ein Ziel gibt. Schweiz, ich komme.

Erstmal alleine für 1 Jahr

Nun aus unserer Erfahrung wissen wir, dass auch in der Schweiz nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber es ist doch einiges einfacher.

Um Sicherzustellen, dass wir unsere weitere Zukunft in der Schweiz verbringen können müssen wir erst einmal wieder unsere Beziehung auf eine harte Probe stellen. Für die nächsten 12 Monate werde ich alleine in die Schweiz gehen, um dort zu arbeiten und eine neue Lebensgrundlage zu schaffen.

Das schweizerische Ausländerrecht ist um einiges anders als in Deutschland, so dass ich die ersten 3 Monate als erste Testphase ansehen werde, denn in dieser Zeit werde ich lediglich aufgrund des Schengener Abkommens mich dort aufhalten und dort leben.
Erst danach werde ich eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für 5 Jahre beantragen (B-Bewilligung). Wobei es allerdings auch sein kann, dass mir anfangs nur die Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für 1 Jahr (L-Bewilligung) genehmigt wird. Bis ich dann irgendwann vielleicht mal die C-Bewilligung für 15 Jahre erhalte.

In den ersten 3 Monaten werde ich lediglich in Pensionen und Hotels leben, und alles verdiente Geld (so gut es geht) ansparen, damit ich danach eine Wohnung suchen und einrichten kann.

Meine Frau hingegen wird in den ersten 6 Monaten weiterhin ganz normal in Deutschland weiterleben, damit ich notfalls jederzeit zurück kommen kann, falls es nicht klappt.
In den darauf folgenden 6 Monaten wird sie anfangen, die Wohnung in Deutschland aufzulösen. Desweiteren müssen unsere beiden Hauskater gechipt und gegen Tollwut geimpft werden, sowie ein EU-Haustierpass besorgt werden, damit wir die beiden mit in die Schweiz bekommen können.

So langsam gehts los

Am Freitag den 18.09.2020 ist es endlich soweit, die lange Anreise in die Schweiz beginnt (knapp 11 Stunden mit Bus und Bahn). Ich werde Euch hier über eine neue Seite auf dieser Homepage berichten, wie es mir dort ergeht.
Derzeitig bin ich dabei die notwendigsten Sachen zu packen und alle Unterlagen bereit zu legen, am Donnerstag erfolgt die Abmeldung in Deutschland und dann hält mich erstmal nichts mehr auf 😉 .

Beitragsbild von H. Emre von Pexels

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